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Vitamin-Tabletten verkürzen das Leben


Nahrungsergänzung meist sinnlos


Viele erhoffen sich von Nahrungsergänzungsmitteln ein gesünderes und längeres Leben. Doch im Gegenteil: Wer regelmäßig zu Vitamin-Präparaten greift, riskiert, früher zu sterben. Das fanden Wissenschaftler der Universität von Ost-Finnland heraus.

40.000 Frauen liefern den Beweis

Vor allem ältere Menschen decken sich gerne mit Eisen, Zink und Co. ein, um länger fit zu bleiben. Finnische Forscher wollten nun wissen, wie sich Nahrungsergänzungsmittel auf die Lebenszeit auswirken. Das Team um Jaakko Mursu wertete die Daten von 40.000 Frauen aus, die an einer Befragung teilgenommen hatten. Die Frauen waren um die 60 und gaben in den Jahren 1986, 1997 und 2004 Auskunft darüber, ob und wie viele Nahrungsergänzungsmittel sie nahmen.

Es ergab sich, dass die meisten Nahrungsergänzungen die Lebenszeit der Frauen verkürzten statt sie zu verlängern. Am deutlichsten zeigte sich der negative Effekt bei Eisen. Doch auch Multivitamin-Präparate, Vitamin B 6, Folsäure, Magnesium, Zink und Kupfer schnitten kaum besser ab. Der einzige Mineralstoff, der sich positiv auf die Lebenserwartung der Frauen auswirkte, war Kalzium.

Vitamine nur bei Mangel nehmen

Den Forschern zufolge macht es deshalb keinen Sinn, Vitamine oder Spurenelemente vorbeugend zu schlucken. Sie empfehlen Nahrungsergänzungsmittel nur aus medizinischen Gründen zu nehmen, das heißt wenn ein Mangel besteht. Gesunde Menschen sollten hingegen lieber die Finger von Vitamin- und Mineralpräparaten lassen – unsere Lebensmittel versorgen uns ausreichend mit dem, was wir brauchen.


12.10.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Andrea Bronberger


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