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Kinder: Helm auf im Fahrradverkehr


Sturzhelme schützen vor Verletzungen


Das Frühjahr lockt wieder viele Fahrradfahrer auf die Straßen – auch Kinder treten öfter in die Pedale. Dabei bleiben Stürze nicht aus. Damit diese glimpflich verlaufen, sollten Kinder stets einen Helm tragen. Nur der schützt sie ausreichend vor schweren Kopfverletzungen. Darauf verweisen Experten der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK).

Von Gehirnerschütterung bis Schädelbruch

Laut der DAK mussten 2010 jeden Monat durchschnittlich 470 Kinder bis 14 Jahren wegen Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt werden. In den Monaten April bis September waren es sogar im Schnitt zehn Prozent mehr. „Diese Verletzungen sind zwar nicht alle auf Radunfälle zurückzuführen“, sagt Kinderärztin Elisabeth Thomas. „Doch zeigen sie deutlich, dass Kinder vor allem den Kopf schützen müssen“.

Beim Fahrradfahren ist der Kopf besonders gefährdet. Radler stürzen meist mit dem Kopf zuerst auf den harten Asphalt oder die Bordsteinkante. „Die Folgen können von leichten Gehirnerschütterungen bis zu schweren Schädel-Hirn-Traumata, Hirnblutungen und Schädelbrüchen reichen“, warnt Thomas. Im schlimmsten Fall können Kopfverletzungen tödlich enden. Doch selbst bei leichteren Kopfstößen besteht die Gefahr von dauerhaften Hirnschäden und Behinderungen.

Den richtigen Helm finden

Um solche Folgen zu verhindern, rät Thomas Kinder nie ohne Helm Fahrrad fahren zu lassen. Eltern sollten ihren Kindern dabei ein Vorbild sein und selbst einen Helm tragen. Der richtige Helm muss bestimmte Qualitäts-Eigenschaften erfüllen. Nicht jedes Modell, das in den Regalen liegt, ist auch wirklich geeignet und sicher. Eltern sollten beim Kauf auf anerkannte Prüfzeichen achten. Diese garantieren, dass der Helm Sicherheitsvorgaben einhält. Wichtig ist außerdem die richtige Passform. Kinder sollten den Helm stets probieren. Haben sie den Helm auf, darf er weder wackeln noch rutschen. Auch müssen Stirn, Schläfen und Hinterkopf vom Helm bedeckt sein. Zudem muss der Kinnriemen richtig sitzen. Er darf nicht zu straff sein und drücken. Was die Farbauswahl angeht, gibt es keine klaren Richtlinien. Allerdings empfiehlt es sich, helle leuchtende Farben zu wählen. Damit fallen die Kinder im Straßenverkehr auf und werden von Autofahrern weniger übersehen.

Fahrtechnik und Verkehrsregeln üben

„Ein Helm allein reicht jedoch nicht aus“, verdeutlicht Thomas. „Ebenso wichtig ist es, das Fahren zu trainieren. Klingel und Bremse finden, Abbiege- und Überholmanöver starten – all das muss Routine sein“. Auch die Verkehrsregeln sollten Kinder früh beigebracht bekommen und lernen, wie sie vorausschauend und vorsichtig fahren. Auch sollten Eltern ihre kleinen Fahrradfahrer nie aus den Augen lassen und mit ihnen auf dem Gehweg fahren. Bis zu einem Alter von zehn Jahren ist das in Deutschland erlaubt.


19.04.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Dr. nat. med. Anke Kopacek


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