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Kein Geld für City-BKK-Versicherte


Betroffene sollten umgehend die Kasse wechseln


Rund 100.000 Versicherte der City BKK stecken in der Klemme. Ärzte würden sie nur noch auf Privatkosten behandeln, weil ihre Kranken­kassenkarte nicht mehr gültig sei, warnen die Krankenkassenverbände. Auch auf laufende Zahlungen wie Pflege- und Krankengeld warten Betroffene offenbar vergebens. Alle City-BKK-Versicherten sollten sich daher schnell eine neue Kasse suchen. Das geht aus einem Bericht der "Berliner Zeitung" hervor.

Wer nicht schnell genug handelt, hat das Nachsehen

Vom 1. Juli an existiert die City BKK rechtlich nicht mehr. Wer sich bis dahin um eine neue Kasse kümmert, hätte keine Probleme zu befürchten. Auch wer die vom Gesetzgeber festgelegte Wahlfrist bis zum 14. Juli einhält, bliebe von Schwierigkeiten verschont. Sobald sich City-BKK-Versicherte bei einer neuen Kasse anmelden, können sie sich Zahlungen rückwirkend erstatten lassen. Bis das Geld tatsächlich auf dem Konto ist, könnte es aber mehrere Monate dauern. „Wenn das Pflegegeld so lange ausbleibt, kann das bei vielen Betroffenen zu erheblichen Problemen führen“, warnte der AOK-Bundesverband. Zudem würden die gesetzlichen Krankenkassen privat bezahlte Arztrechnungen nur teilweise erstatten.

Besonders heikel wird es, wenn City-BKK-Versicherte die Wahlfrist verstreichen lassen. Dann nämlich suchen die Arbeitgeber, die Bundesagentur für Arbeit oder die Rentenversicherung bis spätestens Mitte August eine neue Kasse aus und melden den Versicherten dort an. Mit einer einschneidenden Konsequenz: Während dieser Übergangszeit würden Betroffene so behandelt, als seien sie nicht krankenversichert.

Kassen und Politiker suchen Übergangslösung

Um diese Probleme zu vermeiden, wollen die Kassen ein Übergangsmodell erarbeiten. Dieses sieht vor, eine „City BKK in Abwicklung“ zu schaffen. Damit würde die Krankenkasse formal noch über den 1. Juli existieren und zum 30. September alle Zahlungen für die noch nicht gewechselten Versicherten übernehmen. Auch die Versichertenkarte der City BKK wäre weiter gültig. Der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) befürwortet eine solche Lösung. „Gemeinsam mit den Krankenkassen sind wir uns einig, dass ein nahtloser Übergang für alle Leistungen und Leistungsansprüche gewährleistet sein muss“, sagte er gegenüber der Berliner Zeitung. Entsprechende Vorbereitungen würden derzeit laufen.

Nicht abwarten, selbst aktiv werden

Sich darauf verlassen und abwarten, bis eine Regelung geschaffen ist, sollte aber keiner der City-BKK-Versicherten. Christine Richter vom Bundesverband der Betriebskrankenkassen empfiehlt allen Betroffenen, auf Nummer sicher zu gehen. Ihr Rat: „Suchen Sie sich so schnell wie möglich eine neue Kasse.“ 

Bei der Auswahl einer geeigneten Kasse gilt es nicht nur auf die Beiträge zu achten. Auch das Serviceangebot spielt eine wichtige Rolle. Nicht alle Krankenkasse etwa bieten spezielle Programme für chronisch Kranke an oder übernehmen die Kosten für alternative Behandlungen.


09.06.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Dr. nat. med. Anke Kopacek


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